Kelten (800 – 100 v. Chr)

Lange bevor Römer, Alemannen und mittelalterliche Siedler das Landschaftsbild prägten, war unsere Region bereits Teil einer lebendigen keltischen Kulturlandschaft. Zwischen Rems, Murr und Neckar entstand in der Hallstattzeit (ca. 800–450 v. Chr.) ein dichtes Netz aus Siedlungen, Grabhügeln und kultisch bedeutsamen Orten, deren Spuren bis heute sichtbar sind. Die Kelten nutzten die fruchtbaren Böden, die geschützten Täler und die markanten Höhenrücken – und hinterließen ein archäologisches Erbe, das unsere Landschaft bis heute formt.

Besonders eindrucksvoll zeigt sich ihre Präsenz in den zahlreichen Grabhügeln, die sich über zahlreiche Höhenzüge verteilen. Viele dieser Hügel stehen in direktem Sichtkontakt zum Hohenasperg, einem der bedeutendsten keltischen Fürstensitze Südwestdeutschlands. iDie Kelten verstanden ihre Landschaft nicht nur als Lebensraum, sondern auch als rituellen und politischen Raum, in dem Sichtachsen, Höhenlagen und markante Berge eine zentrale Rolle spielten. Keramik, Schmuck, Waffen und Importwaren aus dem Mittelmeerraum belegen, dass die Menschen hier in weitreichende Handelsnetze eingebunden waren und über beträchtlichen Wohlstand verfügten. Warum die Kelten aus unserer Region verschwanden ist immer noch nicht vollständig geklärt.