
In der Dissertation von Dr. Wagschal Vici ad Murram wird auf Seite 84 erwähnt:
Ein weiterer römischer Siedlungsplatz findet sich
400 m nordwestlich von Rielingshausen im Gewann
„Hüttäcker“ (..). Von dort stammen einige
römische Scherben, die man 1923 meldete.
Ein weiterer Hinweis findet sich im Inhaltsverzeichnis der Rielingshausener Ortsbuches von 1973. Dort ist erwähnt:
2.2 Römische Steinhäuser und Wegverbindungen 27
Römerzeit. Hinterbirkenhof. Steinäcker. Hüttäcker. Römerstraße. Murrtal. Reiterhau. Waldweg. Erhaltungszustand. Marbach. Sandsteinfigur. Ecke Lange Straße/ Zeilstraße. Murr. Kontinuität.
Mehr Informationen sind nicht zu finden, das Ortsbuch konnte ich bisher leider auch nicht einsehen. Wer hier Kontakte zu jemanden der das Buch besitzt hat meldet sich gerne hier bei mir.
Heute vor Ort
Die Hüttäcker als Gewann haben sich im Laufe der Zeit kaum verändert. Das Gebiet scheint seine ursprüngliche Größe weitgehend bewahrt zu haben, und auch die Besiedlung hat sich nicht wesentlich weiter ausgedehnt. Die Flur liegt in einem Tal auf beiden Seiten des Sulzbachs, der etwas weiter östlich in der Nähe der Kelter entspringt. Insgesamt ist das Gebiet reich an Quellen, und entlang des Baches findet sich auch heute noch viel sumpfiges Gelände.

Nimmt man an, dass die Gegend bereits zur Zeit der römischen Besiedlung ähnlich feucht und sumpfig war, wäre ein Gebäude vermutlich etwas höher gelegen gewesen. Dafür kämen sowohl der Nord- als auch der Südhang infrage. Geht man jedoch von den bekannten Erfahrungswerten aus, nach denen römische Gutshöfe bevorzugt an Südhängen errichtet wurden, müsste der Standort eher auf halber Höhe zwischen dem Bachlauf und den heutigen Weinbergen vermutet werden. Auf offenen Äckern ist allerdings nichts zu finden. Auch die reichlichen Wiesen geben keine Anhaltspunkte.
Auch der Höhenzug oberhalb bietet eine strategisch bemerkenswerte Lage. Von dort aus hat man einen weiten Blick in Richtung Forsthof, Erdmannhausen, Obertorhof und hinüber zum Bülzberg. Zudem dürfte die römische Straße zwischen Benningen und Murrhardt in unmittelbarer Nähe vorbeigeführt haben. Aber auch dem Berg ist nichts zu finden.
Folgt man der Annahme das nur Scherben gefunden wurden kommt auch in Betracht das sich dort nichts größeres befunden hat, eventuell auch nur ein Gebäude aus Holz das ohne Überreste abgegangen ist.

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