🏰 Lage und Zustand Die Burg Altenberg befand sich auf dem Altenberg bei Oberbrüden (Gemeinde Auenwald, Baden-Württemberg). Heute sind keine sichtbaren Überreste mehr vorhanden, und die genaue Lage ist unklar. Der Altenberg ist ein steiler, ehemaliger Weinberg zwischen Warzenbach und Wittumbach.
📜 Geschichtlicher Hintergrund Im 13. und 14. Jahrhundert ist das Adelsgeschlecht derer von Brüden belegt. Mitglieder wie Albert von Brüden (1257), Syboto von Brüden (1283) und Fritz von Brüden mit Ehefrau Agnes (1350) sind urkundlich erwähnt. Die Burg könnte die Stammburg dieser Familie gewesen sein. Weiter ist leider nichts zu finden.
🗺️ Spätere Hinweise Auf der Kieserschen Forstkarte von 1685 ist der Altenberg nur als Weinberg dargestellt – ohne Burgreste (Links im Bild). Links oben zu sehen die ebenfalls abgegangene Wehrkirche Oberbrüden.

Um 1871 wurden laut Oberamtsbeschreibung noch Gebäudeschutt gefunden, was auf eine frühere Bebauung hindeutet.
Heute vor Ort:
Heute ist der Altenberg von Freizeitgrundstücken, Streuobstwiesen und landwirtschaftlich genutzten Flächen bedeckt. Dennoch fällt seine Lage sofort ins Auge: Der Berg erhebt sich steil aus der Landschaft, und ein alter Weg führt mittig den Hang hinauf – als hätte er einst eine bedeutende Funktion erfüllt.
Betrachtet man den Altenberg im Profil, wirkt er wie eine mächtige Zunge, eine der größeren in der Umgebung. Wer oben steht, spürt, dass dieser Ort wie geschaffen war für eine befestigte Anlage. Die Aussicht ist beeindruckend – nahezu in alle Himmelsrichtungen bietet sich ein weiter Blick über das Umland. Auch die Form des Berges vermittelt ein Gefühl von strategischer Bedeutung.

Im Vergleich dazu wirkt der benachbarte Hügel, auf dem einst die Wehrkirche stand, deutlich schmaler und weniger imposant. Heute sind leider keine sichtbaren Überreste der Burg Altenberg mehr vorhanden. Da bereits auf der Kieser’schen Forstkarte von 1685 keine Spuren der Burg mehr verzeichnet sind, liegt die Vermutung nahe, dass sie schon lange zuvor verfallen oder abgetragen worden war, es ist gut möglich, dass ihre Steine im Laufe der Zeit in den Gebäuden des Ortes und in der Wehrkirche verbaut wurden – ein stilles Weiterleben in neuer Form.
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