Am Hang der Murr, zwischen Burgstall und Kirchberg an der Murr, stößt man immer wieder auf Überreste alter Mauern – teils noch aufrecht stehend, teils bereits eingefallen und vom Zahn der Zeit gezeichnet. Diese Relikte liegen auf einer direkten Verbindungslinie zwischen dem römischen Gutshof in Burgstall und jenem in Kirchberg, genauer gesagt im Gewann „Auf den Rüdern“. Die Luftlinie zwischen beiden Punkten beträgt etwa 1,5 Kilometer.
Die Mauern wirken stark verwittert und alt. Auffällig ist, dass kein Mörtel erkennbar ist, der die Steine zusammenhalten würde. Im Vergleich zu anderen Mauerwerken sind die verwendeten Steine eher klein und unregelmäßig geformt.
Sie stehen versteckt im Wald, entdeckt habe ich sie als ich einen möglichen Weg zwischen den Gutshöfen gesucht habe. Ich kann sie allerdings zeitlich nicht zuordnen.
Durch einen Tip von Marcus R. und verweis auf die Oberamtsbeschreibung Marbach von 1871 wird es sich vermutlich um Weinbergmauern handeln.
Zitat aus der Beschreibung Burgstalls:
„Der Weinbau ist ganz untergeordnet und beschränkt sich nur noch auf 9 Morgen, die in der gewöhnlichen Weise gebaut werden. Die vorherrschenden Traubensorten sind rothe und weiße Elblinge, Sylvaner, Gutedel, Affenthaler und Drollinger. Das Erzeugniß, welches nur im Ort verbraucht wird, ist gering; ein Morgen erträgt etwa 6 Eimer und die Preise eines Morgens steigern sich von 120 fl. bis 400 fl.“
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Ein Kommentar zu “Weinberg Mauern, Burgstall”