
Quelle: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-5304712-1
Der Name „Sigebotsbuch“ leitet sich von der „Siedlung im Wald des Sigebōt“ ab und stammt von den althochdeutschen Namensstämmen *Sigu- und *Bōd-. Das mittelhochdeutsche Wort „buoch“ bedeutet Buchenwald.
Die vermutete Lage des Weilers Sigebotsbuch liegt in der Nähe des Kaisersbach beim Lehrhof, wie auf der topografischen Urflurkarte von 1832 zu sehen. Flurnamen wie „Wüste Äcker“ und „Birken Egarten“ deuten darauf hin, dass der Weiler dort existierte. Es gibt Hinweise auf römische Bauten in der Umgebung, was auf eine vormalige Besiedlung hindeutet.
Geschichtlich könnte der Weiler auf den zweiten fränkischen Landesausbau nach 746 zurückgehen. Der Ortsname mit dem Grundwort „-bůch“ wurde jedoch erst im Spätmittelalter dokumentiert. Der Weiler wurde erstmals 1271 in einer Urkunde erwähnt und war Teil einer Übergabe von Vogteirechten. Im 14. Jahrhundert galt der Ort bereits als verwüstet und wurde nur noch als Flurname geführt. Die Ländereien wurden von Bewohnern der umliegenden Dörfer bewirtschaftet und Abgaben an die Grafen von Württemberg geleistet.
In der Nähe befand sich sowohl die Burg Steinheim als auch die ebenfalls abgegangene Vorgängerburg. Zudem muss die römische Strasse Benningen – Murrhardt nah am Weiler verlaufen sein.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigebotsbuch
Vor Ort heute:
Bei einem Besuch vor Ort im Januar 2025 fanden sich an den Rändern des Kaisersbachs Lesesteine der Bauern am Bachrand. Des Weiteren fand ich auch eine alte Brücke vor, die heutzutage ins Nichts, nämlich auf eine steil abfallende Ackerkante, führt. Anzeichen für einen weiteren Weg waren nicht zu finden. Weitere Steinschüttungen waren auf den umliegenden Wiesen zu sehen. Woher diese Stammen konnte ich aber noch nicht klären.
Das Areal machte den Eindruck früherer Bewirtschaftung. Auf dem Grundstück mit dem Flurnamen „Vorderbirkenhof“ stehen sehr alte Obstbäume. Die Terrasse nördlich des Kaisersbachs ist eine gerade Fläche, die für den Hausbau durchaus benutzbar wäre. Die Terrasse selbst wirkt auch nicht natürlich. Die Lage scheint optimal mit direktem Zugang zum Bach, die Äcker sind in Sichtweite und man war trotz guter Sicht vor Wind und direkter Sicht geschützt.


Fazit:
Einen eindeutigen Beweis das es diesen Hof/Weiler gab konnte ich nicht finden. Es deuten aber einige Indizien darauf hin das an dieser Stelle einmal Gebäude standen.
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2 Kommentare zu „Sigebotsbuch, Steinheim Murr“